An der Ostsee ist nicht die Jahreszeit das Problem, sondern der Wind. Worauf es wirklich ankommt.
Fünf Grad und trocken
Die meisten Fassadenfarben brauchen mindestens fünf Grad Celsius — und zwar auch nachts, nicht nur mittags. Wir arbeiten deshalb in der Regel von April bis Oktober. Entscheidender als die Lufttemperatur ist aber die Wand selbst: eine Nordfassade, die zwei Wochen Regen abbekommen hat, ist innen noch feucht, wenn außen längst alles trocken aussieht.
Die Wetterseite zuerst prüfen
Bei freistehenden Häusern an der Küste zeigt sich der Zustand immer zuerst an der Westseite. Wenn dort der Putz lose ist oder Risse durchgehen, hilft kein Anstrich — dann muss erst der Putz ausgebessert werden. Das sagen wir Ihnen bei der Besichtigung, auch wenn die reine Streicharbeit für uns das einfachere Geschäft wäre.
Wie oft ist nötig?
Bei einem intakten Untergrund und ordentlicher Farbe hält ein Fassadenanstrich zwölf bis fünfzehn Jahre. An der Wetterseite eher zwölf, auf der geschützten Seite auch zwanzig. Wer alle fünf Jahre streichen lässt, hat entweder die falsche Farbe oder ein Feuchtigkeitsproblem, das der Anstrich nur verdeckt.